Sunday, September 05, 2010
   
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Zunahme der Krebserkrankungen in Europa

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Obwohl maligne Tumoren immer erfolgreicher bekämpft werden können und dadurch die Sterblichkeitsrate kontinuierlich sinkt wird die Zunahme der diagnostizierten Krebserkrankungen im Jahr 2006 - verglichen mit 2004 – auf 300.00 Malignome geschätzt. Wie lässt sich dieser scheinbare Widerspruch erklären?


Im Jahr 2006 wurden in Europa  3,2 Millionen Neuerkrankungen verzeichnet. Die nach ihrer Lokalisation am häufigsten auftretenden Krebsarten sind das Mammakarzinom, das kolorektale Karzinom und das Bronchialkarzinom. Bei der Mortalität führt das Bronchialkarzinom vor dem Kolonkarzinom und dem Mammakarzinom, gefolgt vom Prostata-, Magen- und Uteruskarzinom.

In Europa starben in 2006 1,7 Millionen Menschen an einem Karzinom. Mit 330.000 Todesfällen, also fast 20% aller Krebstode, gilt das Bronchialkarzinom als das gefährlichste. Aber auch die Zahl der mortalen Mammakarzinome ist im Vergleich zu 2004 um 1,54% angestiegen, die Anzahl der Todesfälle nach einem Kolonkarzinom um 1,8%.

Bislang wurde in den Statistiken immer über eine kontinuierliche Senkung der Krebssterblichkeit berichtet. Die steigende Anzahl der diagnostizierten Erkrankungen resultiert sowohl aus der steigenden Lebenserwartung der Bevölkerung als auch aus den verbesserten und umfangreicheren Früherkennungsmaßnahmen wie die Mammographie und das Kolon Screening. Diese Untersuchungen verursachen eine weitaus höhere Anzahl von diagnostizierten Krebserkrankungen und so scheint es, dass sich die Anzahl der Erkrankungen an sich erhöht habe.

Jaques Ferlayet al., Annals of Oncology 2007: online doi: 10.1093/annonc/mdl/498

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